Enrique Mandl – mit Herz, Charme & Hotel

Der erfolgreiche Wiener im Gespräch mit SCALA Ibiza.
Es war uns ein Vergnügen die letzten heissen Sonnenstrahlen des Sommers auf der Terrasse des Ocean Drives zu verbringen und Enrique Mandl pikante, neugierige und amüsante Fragen zu stellen. Wer oder wieviele ist Enrique Mandl eigentlich, fragten wir uns schon länger und baten ihn darum um ein Interview. Er ist viele, denn er ist Direktor des Ocean Drive, aber auch Manager der gesamten Gruppe, sowohl Vater einer 14-jährigen Tochter, lebt in “wilder Ehe”, ist Initiator des Executive Clubs und ein guter Freund.Wir haben einen sehr interessanten Menschen an einem sonnigen Nachmittag erlebt: die besten Manieren, die sich Frau, aber auch Mann vorstellen kann und dennoch locker auf eine witzige Art und Weise. Enrique kam gerade vom Spaziergang mit seinem Hund zurück, den er Ocean taufte. Da wurde gleich auf den ersten Blick klar: hier steht nicht nur ein Hoteldirektor vor uns, sondern Enrique lebt das Ocean Drive förmlich. Immer schick und modisch eingekleidet, sein Stil, den er jeden Morgen selbst zusammenstellt.
So interpretierte er auch unsere Frage auf die Bedeutung für ihn von en vogue: “nicht zu modern, sondern modern und im Laufe der Zeit veränderbar”. Ein Mann mit Stil sitzt uns gegenüber, dies spiegelt sich in all seinen Lebensbereichen wieder. Auf sein Bestreben hin, trat das Ocean Drive, das ehemals Gründungsmitglied der Design Hotel Gruppe war, wieder dieser Vereinigung bei und ist seit September nun auch eines der wenigen auserwählten Hotels der Kiwi Collection, einer Marketing Kooperation von High End Hotels und Resorts. In diese Selektion werden nur Hotels gewählt, die entsprechende Qualitätskriterien erfüllen und diese Auszeichnung betrachtet Enrique zurecht mit Stolz. Im Zusammenhang damit kommen wir auf die Konkurrenz in Ibiza zu sprechen. Enrique antwortet selbstbewusst und ohne Neid: “Die 5 Sterne Hotels hier auf der Insel sind für uns weniger Konkurrenz, sondern Marktbegleiter. Durch diese Auswahl an Hotels wird es erst möglich, dass das entsprechende Klientel nach Ibiza kommt. Das Pacha oder Gran Hotel sind schon sicher in der engeren Auswahl, wenn man sich für ein gehobeners Hotel entscheidet in der Nähe des Hafens. Und das neue Hotel in der Altstadt wird ein Parador und sehen wir deshalb nicht zwingend als Konkurrenz.”
Auf unsere Frage, wohin seiner Meinung nach die Entwicklung Ibizas geht, antwortet er ganz ehrlich: “Ich weiss es noch nicht, aber das wird sich bald rausstellen, eine sinnvolle Wende hin zum hochwertigen Tourismus wäre sicher sinnvoll. Wir werden sicher kein Marbella oder Mallorca werden, aber so eine Saint Tropez wäre vorstellbar. Große Probleme bereiten uns sicher die teuren Flugpreise, die zu gewissen Zeiten zwar in Ordnung sind, aber ab Oktober muss man schon einiges hinlegen, um von Deutschland nach Ibiza zu kommen. Leider haben wir als Hotels keinen Einfluss auf die Entwicklung der Flüge und Verbindungen. Um aber einen positiven Einfluss ausüben zu können, ist auf meine Initiative hin (leichtes Schmunzeln huscht über Enriques Gesicht) ein sogenannter Executive Club ins Leben gerufen worden. Mitglieder sind u.a. das Atzaro, Mirador, Pacha, Aguas aber auch die Fiesta und Sirenis Gruppe, die uns Gehör verschafft. Wir alle haben ganzjährig geöffnet und legen den Focus daher in diesem Club besonders auf die Vor- und Nachsaison.”

Unsere nächste Frage zielt auch in diese Richtung und interessiert uns brennend, denn Matutes hat ja irgendwie seine Finger im Spiel, wenn es um den Bau des neuen Golfplatzes in Playa d`en Bossa geht. Wir fragen Enrique nach seiner Meinung, ob ein neuer Golfplatz kommt? Klare Antwort: “Der Golfplatz wird kommen, liegt in seinen Startlöchern, muss nur noch genehmigt werden und dies wird passieren sobald die neue Regierung in zwei Jahren gewählt ist – dann kommt auch die Flughafen Erweiterung.” Wir merken ihm an, dass es ihm in dieser Hinsicht nicht schnell genug gehen kann. Auch sonst ist er sehr aktiv und engagiert, wenn es um Veränderung, Neuerungen geht. Die neue Dachterrasse, die Anfang der Saison eröffnet wurde und über die wir ausführlich berichtet haben, war ein voller Erfolg. Viele Events fanden den Sommer über statt und das Ocean Drive veröffentlichte eine eigene CD mit dem deutschen Start DJ Tom Novy. Mit Freude verkündet Enrique: “Die CD landete bei I-Tunes auf Nummer eins und verdrängte sogar David Guetta bei den Dance Charts auf die Plätze dahinter und das obwohl wir mit einer Chill Out CD auf den Markt gingen, haben wir international Erfolg zu verbuchen.” Sonstige neue Ideen für 2011? Die Antwort scheint ihn zu bewegen, aber er will nicht konkret werden: “wir sind dabei einen eigenen Beach Club zu intergrieren in unsere Gruppe, wo wird aber noch nicht verraten.” Über die Angebote, die das Hotel den Winter über bietet, plaudert Enrique aber munter weiter: “Am Wochenende offerieren wir Angebote wie bis 16 Uhr Frühstück und letztjährig hatten wir schon gemeinsam mit dem Atzaro ein Package “City&Country” angeboten, das wir jetzt mit unserem eigenen Can Jaume Landmark lancieren. Besonders für Resident wird es das spezielle Angebot geben ´Urlaub in Deiner eigenen Stadt`was eine Übernachtung mit Champagner Frühstück beinhaltet.” Man merkt, dass Enrique ein Mann ist, der nicht still steht, sondern immer nach Verbesserung strebt, aber dabei nie die Grau – Zone betritt. “Wir hatten bisher noch nie Probleme mit den Ayuntamientos, da wir uns auch immer genau an die Gesetzesauflagen richten. Insbesondere weil auch die Matutes Gruppe hinter uns steht, dürfen wir uns kein Aufsehen erlauben, denn das wäre gefundenes Fressen, für die Presse. Wir arbeiten mit professionellen Partnern, halten uns an die Regeln und bekommen dafür keine Steine in den Weg gelegt, ein ganz einfacher Deal!”
Ehe wir persönlich wurden, hatten wir noch eine letzte Frage, die im Zusammenhang mit Enriques Arbeit aber auch mit seinem persönlichem Empfinden steht. Was war für Dich das beeindruckenste Erlebnis in Deiner beruflichen Laufbahn? “Mitten im Hochsommer kam eines Tages im August ein deutscher bekannter Tennisspieler an die Rezeption und fragte nach einem Zimmer. Er sei das Leben auf dem Boot bei Freunden überdrüssig geworden und bräuchte Land unter den Füssen. Das einzige Zimmer, das frei war, war leider das Kleinste und abgelegenste zu diesem Zeitpunkt. Er bliebt vier Nächte und bei der Verabschiedung auf meine Frage, die mir aufgrund dessen schwer fiel, ob denn alles zu seiner Zufriedenheit war, buchte sich Boris Becker für zwei Wochen später gleich wieder ein mit der Aussage: denn es war hier alles so super!”
Alle Antworten auf unseren Fragen zu Enriques Privatleben, lesen Sie in wenigen Tagen hier auf www.SCALAibiza.com. Ich kann Ihnen versichern, dass so manche seiner Antworten überraschend ist!







